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Die Geschichte der Grundschule Freiherr-vom-Stein

Als Volksschule wurde die Grundschule Freiherr-vom-Stein in einem alten Kasernengebäude, welches am Vorabend des Ersten Weltkrieges gebaut worden war, 1933 gegründet. Der Name der Schule geht auf Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein (1757–1831) aus Nassau zurück. Dieser war preußischer Staatsmann und ein bedeutsamer Reformer in der deutschen Geschichte, der sich u.a. für die kommunale Selbstverwaltung, Bauernbefreiung und Heeresreform einsetzte.

Durch die Schulgründung verkürzte sich damals für viele Volksschulkinder der Schulweg, den sie bislang in die Thielenschule auf dem Gelände der Bischöflichen Realschule antreten mussten. Zu Anfang wurden die Kinder in der Steinschule nicht nur nach Geschlecht in unterschiedliche Klassen aufgeteilt, sondern auch streng nach Konfessionen getrennt. Es existierte in der Mitte des Schulgebäudes eine Grenze zwischen katholischem und evangelischem Bereich, sodass die Steinschule zwei Eingänge mit zwei Sekretariaten hatte.

Im Zweiten Weltkrieg verließen viele Schüler_innen die Steinschule, da sie vor den Angriffen in Sicherheit gebracht wurden, beispielsweise nach Thüringen. Im Jahr 1944 kam es zu mehreren Bombenangriffen auf das Rauental, bei denen die Steinschule ebenfalls getroffen wurde: Das Schulgebäude wurde zur Hälfte zerstört und ist daher bis heute nur noch halb so groß wie vor dem Krieg.

Nach Kriegsende florierte der Wohnungsbau und das Rauental wuchs schnell, sodass auch die Schülerzahlen immer größer wurden. 1956 wollten so viele Kinder die Schule besuchen, dass sie auf die Steinschule und die in der Goldgrube gelegene Overbergschule aufgeteilt werden mussten. Dreizehn Jahre später erfolgte schließlich die Trennung in Grund- und Hauptschule. Seitdem ist die Steinschule eine zweizügige Grundschule mit konstanten Schülerzahlen. Seit den 1970er und 80er Jahren legte die Grundschule viel Wert auf Elternarbeit und offene Unterrichtsformen, wodurch die Steinschule zur „Vorzeigeschule“ für Freiarbeit und geöffneten Unterricht wurde. Auch erwarben viele Lehrer_innen das Montessori-Diplom.